Das Ende der Schonzeit in den Niederlanden

Das Ende der Schonzeit in den Niederlanden

Keine Kommentare zu Das Ende der Schonzeit in den Niederlanden
Der erste Fisch des Tages

Der erste Fisch des Tages

Fast jeder Raubfisch Angler kennt das Problem. Irgendwann ist die Raubfisch Saison zu ende und die Schonzeit beginnt. Manche verbringen die Schonzeit mit dem aufräumen der Tacklebox und dem Einkauf von neuem Equipment und Ködern. Andere vertreiben sich die schwere Zeit mit anderen Zielfischen. Aber am Ende geht nichts über die liebste Angelei. Und so ergeht es auch Mirko und mir.

In den letzten Wochen hat ein Thema unsere Gespräche dominiert. Den Start der Raubfisch Saison in den Niederlanden. Und endlich ist es soweit, denn heute können wir wieder in unserem geliebten Nachbarland auf die Jagd gehen.

Ü40 Barsch in der Früh

Ü40 Barsch in der Früh

Direkt in der Früh um 6:30 wollten wir uns am ersten Spot treffen um dort mit einem Auto weiter zu fahren. Da Julian verschlafen hat, sind Mirko und Julian erst eine halbe Stunde später angekommen. Genug Zeit für mich, die ersten Würfe zu machen.

Mein Gefühl war ein sehr gutes, denn die letzten Tage hatten wir konstant warmes und sonniges Wetter. Das perfekte Wetter für meine Brückentage Strategie. Der erste Spot war ein Kanalabschnitt, in dem Pumpen für ordentlich Strömung gesorgt haben. So langsam wurde ich nervös. Endlich war es soweit und der Köder durfte die Wasseroberfläche durchbrechen. An gestreckter Schnur habe ich den Köder Vertikal ins Wasser gelassen und es knallte direkt in der Rute. BAM – voll Vertikal erwischt und ein geschätzt 40+ Barsch ist auf den Köder geknallt aber blieb nicht lange hängen. Danach habe ich den Köder in die Strömung geworfen und auch der zweite Wurf brachte einen Biss. Der Anhieb ging allerdings ins leere.

Julian mit dem ersten und größten Zander des Tages

Julian mit dem ersten und größten Zander des Tages

Bis Mirko und Julian eingetroffen sind, habe ich eine Hand voll Bisse gehabt und konnte voller Aufregung davon erzählen. Aber erzählen kann man viel – jetzt kommt es eben darauf an auch Bisse im Beisein der Beiden zu bekommen. Und während Mirko noch mit dem Beködern beschäftigt war, habe ich den nächsten Biss in der Strömung bekommen. Das Gesicht von Julian – der das erste Mal mit uns in den Niederlanden unterwegs war – sprach Bände. Was allerdings an der anderen Seite meiner Rute war hat auch mich erstaunen lassen. So kräftige und aggressive Fluchten hatte ich bisher in noch keinem der Kanäle erlebt. Immer wieder wurde Schnur genommen und nach einigen Fluchten erschlaffte die Schnur plötzlich. Trotz qualitativ hochwertiger Jigs war der Haken aufgebogen. Aber das ist Angeln und wenn ich innerhalb der ersten halben Stunden 7 Bisse und zwei Aussteiger habe – dann gehört es eben dazu. Also habe ich weiter geworfen und erneut einen Biss gehabt. Ein Zwiebel-Hecht konnte ich landen O.o So klein, dass einem die Tränen kommen. Aaaaber…. Entschneidert und die Zeichen für einen großartigen Tag sind gesetzt. Und ich sollte recht behalten.

Einer von Mirko seinen Fängen an diesem Tag

Einer von Mirko seinen Fängen an diesem Tag

Direkt am nächsten Spot ging es weiter. Allerdings hat der Barsch – dieses Mal 41cm gemessen – den Köder so aggressiv genommen, dass dieser auch sicher hing und gelandet werden konnte. Nach einigen weiteren Würfen und Kontakten sind wir zum dritten Spot gefahren. Kaum dort haben wir alle Kontakte gehabt ehe Mirko einen weiteren Barsch landen konnte. Und kurz darauf hatte ich dann einen heftigen Biss, gefolgt von tollen Fluchten. Ein 85er Hecht hatte sich den Köder geschnappt und wollte mit mir spazieren gehen. Der Release des Räubers soll schnell gehen. Umso schöner wenn man nette Leute – wie in diesem Falle einen Niederländischen Kontrolleur – am Wasser trifft, die direkt mit Messlatte und Zange aushelfen. Da konnte noch schnell ein Foto gemacht werden, ehe der Fisch zurück in das Wasser durfte.

Der größte Hecht des Tages

Der größte Hecht des Tages

Mittlerweile hatten wir es 7:45 und schon 5 Fische auf der Uhr. Währen ich an diesem Tage damit gerechnet habe, die Fische unter den Brücke und in Strömungsstarken Bereichen zu finden, waren es fast ausschließlich die Strömungen – an denen sich die Fische wohl gefühlt haben.

Barsch unter dem Baum

Barsch unter dem Baum

Während ich in der Früh meine Zeit hatte, waren die nächsten Stunden für Julian und Mirko reserviert, welche mich ab diesem Zeitpunkt so richtig nass gemacht haben. Bei 33Grad haben die beiden alles gegeben und konnten Barsche, Zander und Hechte nacheinander fangen. Vor allem Julian hatte auf einmal mit einer krummen Rute zu kämpfen und durfte nach ein paar Fluchten einen strammen 70er Zander fangen. Auch Mirko war jetzt im Drillrausch und hat innerhalb kürzester Zeit den Raubfisch-Hattrick (Barsch, Hecht & Zander) geschafft.

Erst am frühen Abend durfte auch ich wieder ran und konnte zum Abschluss noch einen 60er Zander in der Strömung fangen um damit auch mein Tripple komplett machen.

Die Taktik ging voll auf und am Ende des Tages konnten wir zu dritt ganze 19 Fische fangen. Einen besseren Saisonstart kann man sich kaum wünschen und ich freue mich jetzt umso mehr auf die gerade gestartete Saison.

About the author:

Leave a comment

*

Social Media

Back to Top