Großhecht Jagd #3 – Dicke Hechtmutties und Nippelalarm

Großhecht Jagd #3 – Dicke Hechtmutties und Nippelalarm

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Ein neuer Spot brachte den Hecht

Ein neuer Spot brachte den Hecht

Angeln ist schon ein geniales Hobby und mit sehr viel Spaß verbunden. Aber auch die selbst geschaffenen Ziele sind es, die mich jedes Mal mit Faszination ans Wasser bringen. Und hin und wieder verleihen wir unseren Zielen – nur so zum Spaß – ein wenig Würze. So entstand aus einer Blödelei zwischen Mirko und mir eine ziemlich dumme Wette. Wer den nächsten Hecht fängt, der muss ein “Oben ohne” Foto mit dem Räuber machen. Im Anbetracht der starken Minus-Grade eine sehr frostige Angelegenheit. Zugegeben – wir sind keine attraktiven Damen und der Anblick wird eher abschrecken. Aber der Spaß steht im Vordergrund und der Wunsch, dem Angelkollegen den Meter eher zu gönnen, war auf einmal viel größer.

Ein cm fehlte zum magischen Meter

Ein cm fehlte zum magischen Meter

Im Oktober haben wir unsere erste gemeinsame Großhechtjagd gestartet und relativ schnell die ersten beiden Meterhechte auf der Abhackmatte liegen gehabt. Doch schon direkt nach diesem tollen Ausnahme-Tag wurde es mit den Fängen so zäh wie der Frost – der an den Finger nagte. Die folgenden Angeltage und Wochen sollten unsere Geduld auf die Probe stellen. Gefrorene Gewässer, ständig wechselnde Wetterbedingungen und fehlende Bisse machten unserem Vorhaben immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Teilweise mussten wir sogar zum Brandungsangeln ausweichen, da alle Kanäle in der Gegen eingefroren waren. Aber am Ende zählte die Zeit, die wir gemeinsam am Wasser verbringen konnten.

Ein Hecht mit toller Zeichnung

Ein Hecht mit toller Zeichnung

Erst im Februar sollte sich das Blatt wieder wenden. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl gekommen ist aber ich hatte den unstillbaren Drang, mir für den kommenden Donnerstag einen Tag Urlaub zu nehmen. Mirko hat auf mein Bauchgefühl gehört und es mir gleich getan. Neben einer ausgelegten Posenangel haben wir unsere neuen Maver Jurassic X Spinnruten getestet und schon sehr früh hatte ich zwei richtig dicke Hechte an der Angel, die leider beide vor meinen Füßen ausgestiegen sind. Mirko hingegen konnte auf einen Wobbler einen schön gezeichneten Hecht fangen, der vorerst der letzte Kontakt an diesem Tage gewesen ist.

Nachdem wir den Rest des Tages keinerlei Kontakte hatten und diverse bekannte Spots auch nicht den erhofften Erfolg brachten, haben wir uns überlegt den Heimweg anzutreten. Spontan haben wir diese Idee verworfen und sind eine Ausfahrt später aus dem Kreisverkehr gen Heimat gefahren.

Kurz und fett

Kurz und fett

Ohne festes Ziel sind wir an uns unbekannte Seen und Kanäle entlang gefahren bis wir einen attraktiven Spot gefunden haben. Der vorerst interessante Spot wirkte nach kurzer dann doch nicht mehr so attraktiv. Viel zu flach war der Kanal und viel Unrat lag auf dem Boden bis wir dann einige Fische aus dem Wasser springen gesehen haben. Diese Chance wollte ich nutzen und habe meinen Gummifisch in Richtung der Raubfischaktivitäten geworfen.

Anstatt des gewünschten Hechts war es eine Brasse, die an meinem Haken hing. Dieser Wurf war allerdings der Schlüssel zum Erfolg, denn die Brasse habe ich direkt als Köder an der Pose verwendet. Kurze Zeit und ein paar gefangene Barsche, Rotaugen und Brassen später ging die Pose bereits spazieren. Direkt beim Anschlag konnten wir feststellen, dass es sich bei diesem Fisch um ein größeres Exemplar handelt. Als der Fisch im Kescher lag war ich davon ausgegangen den Meter geknackt zu haben. Doch Pustekuchen, der Hecht hat exakt 99cm gemessen und war bis dato der wohl schwerste Hecht, den ich je sehen durfte. Auch wenn der Fisch keinen Meter gemessen hat, so ist dies der bisher schönste Hecht den ich fangen durfte.

111cm geballte Kraft

111cm geballte Kraft

Mein Bauchgefühl hatte mich an diesem Tage nicht im Stich gelassen und mir diesen wunderschönen Hecht beschert, ohne das ich oben rum blank ziehen musste.

Aber dieser Tag sollte nicht lange auf sich warten lassen. Bereits zwei Tage später haben Mirko und ich uns erneut auf den Weg gemacht und neue Gewässer erkundet. Die erste Hälfte des Tages haben wir attraktive Stellen mit Gummifisch bearbeitet. Leider ohne Erfolg. Lediglich ein kleiner Barsch und eine Brasse haben sich an den Jig von Mirko verirrt.

Nippelalarm mit Zensurbalken

Nippelalarm mit Zensurbalken

Zum Nachmittag hin haben wir die Stelle gewechselt und schwebende Brassen an der Pose angeboten. Auch hier hatte Mirko wieder den richtigen Riecher und seine Pose ging tauchen. Auch wenn Mirko nach dem Anschlag der Meinung war, es sei kein besonderer Fisch habe ich anhand der Rutenbiegung einen Großhecht vermutet.

Und so war es dann auch. Als wir den brachialen Räuber im Kescher gesehen haben, wollten wir unseren Augen kaum trauen. Die Freude stand Mirko ins Gesicht geschrieben und er strahlte bis über beiden Ohren. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich ihn auf unsere Wette aufmerksam gemacht habe. Denn “Blank ziehen” war angesagt und so durfte Mirko bei schönen Minus-Graden seinen Oberkörper frei machen und den kapitalen Hecht als Zensiert-Balken verwenden.

111cm hat die schöne Hechtdame gemessen und war der Abschluss eines tollen Angeltages. Ein neues Ziel haben wir erreicht. Was als nächstes kommt? Lasst euch überraschen 😉

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